Künstler des Festivals

Sinfonieorchester Aachen

Orchestra in Residence

Das Sinfonieorchester Aachen beweist mit jährlich 140 Auftritten im Konzertsaal und als Opernorchester eine enorme Vielseitigkeit, die von den großen Werken der musikalischen Tradition bis hin zu Aufführungen Alter Musik, zeitgenössischer Musik und zu Crossover-Projekten reicht. Das Orchester gehört zu den ältesten Klangkörpern Deutschlands. 1720 erstmals erwähnt, wirkte es u.a. 1825 an der ersten Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie außerhalb Wiens mit und spielte die erste Aufführung des »Freischütz« in Paris. Seit 1852 wird es als städtisches Orchester geführt. International bedeutende Dirigenten haben in Aachen gewirkt – sei es als Gastdirigenten oder auch als Musikdirektoren. Zu den Gastdirigenten gehörten Richard Strauss, Felix Weingartner, Karl Muck, Hans Pfitzner und Clemens Krauss, die vor allem im Rahmen der Niederrheinischen Musikfeste in Aachen dirigierten. Die Entwicklung des Orchesters haben Musikdirektoren wie Fritz Busch, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch entscheidend geprägt, die ihre Karrieren in Aachen begannen. Seit August 2018 ist der Engländer Christopher Ward Generalmusikdirektor der Stadt Aachen und zählt zu den neuen Sternen der Musikszene.

Christopher Ward (GMD der Stadt Aachen)

Künstlerische Leitung

Christopher Ward studierte an der Oxford University und der Guildhall School of Music and Drama. Anschließend war er Stipendiat an der Scottish Opera und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow und später Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, bevor er 2005 als Kapellmeister und Solorepetitor ans Staatstheater Kassel wechselte. Während dieser Zeit assistierte er Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern in Aix-en-Provence, Berlin und Salzburg. 2009 wurde Christopher Ward an der Bayerischen Staatsoper Kapellmeister und Assistent von Kent Nagano, in 2013 wurde er 1. Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater, und seit der Saison 2018/19 ist er Generalmusikdirektor der Stadt Aachen. Er gastierte u. a. an der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper am Rhein, der Komischen Oper Berlin, Oper Graz, dem Salzburger Landestheater, Prager Nationaloper, dem Musiktheater im Revier, dem Staatstheater Mainz, dem Staatstheatern Darmstadt und Braunschweig, am Slowakischen Nationaltheater Bratislava, am Theater Bremen, bei den Münchner Opernfestspielen sowie beim Internationalen Musikfestival “Prager Frühling”. Außerdem leitete er Konzerte mit den Bremer Philharmonikern, dem Staatsorchester Braunschweig, den Brandenburger Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus, der Neuen Lausitzer Philharmonie, dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera und der Jungen Münchner Philharmonie. 2019 übernahm er von Daniel Barenboim kurzfristig die Premiere der Uraufführung “Babylon” von Jörg Widmann an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. 

Xin Wang (Klavier)

Künstlerische Leitung

Xin Wang ist eine der führenden Pianistinnen der Inneren Mongolei. Sie begann ihre musikalische Laufbahn in China. Schon im Alter von 7 Jahren wurde sie Preisträgerin des nationalen chinesischen Klavierwettbewerbs und konzertierte in verschiedenen Konzerthäusern Chinas wie z. B. der nationalen Konzerthalle in Tianjin. Xin Wang studierte an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Julio Largacha und bei Prof. Andreas Frölich sowie an der Musikhochschule Nürnberg bei Prof. Gabriel Rosenberg. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe wie u.a. Lengano, Bettona u.a.. Ebenso wurde sie durch ein jährliches Stipendium vom DAAD gefördert. Eine rege internationale Konzerttätigkeit führt sie regelmäßig, sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin, in die wichtigsten Konzertsäle Europas und Asiens, wie u.a. Berliner Philharmonie, Schloss Elmau, Qintai Concert Hall in Wuhan, Concert Hall in Xiamen, Henan Art Center in Zhengzhou, Concert Hall in Ningbo oder Poly Grand Theatre in Hohhot. Regelmäßige Gastspiele in bedeutenden internationalen Musikfestivals weltweit, wie u.a. Skrjabin Piano Festival Grosseto Italien, Piano Festival „federi musica“ Neapel Italien, International Piano Festival Salerno Italien, „IBLA Classic“ Sizilien Italien, Piano Festival Orbetello Italien, „Friday Nights with Yury Revich“ Wien Österreich, International Art Festival Kotor Montenegro, International Music Festival Deià Spanien, Festival „Palau March Museu“ Palma Spanien, „Festival de musique classique a Pompignan“ Toulouse Frankreich, Palais Sommer Dresden Deutschland, „Monschau Klassik“ Deutschland und „International Piano Festival Wuhan" China,  wurden von der internationalen Fachpresse gefeiert. Zusammenarbeiten mit internationalen Orchestern wie u.a. Wuhan Philharmonic Orchestra, Sinfonieorchester Aachen, Kammerphilharmonie St. Petersburg und Berliner Camerata unter der Leitung führender Dirigenten wie u.a. Kazem Abdullah, James P. Liu, Juri Gilbo, Eduardo Strausser und Fuad Ibrahimov zeigen die musikalische Qualität der Musikerin auf. Auch widmet sie sich regelmäßig der Kammermusik und konzertiert zusammen mit bekannten Namen wie Echo-Klassik Gewinner Yury Revich oder Alexandre Debrus in den internationalen Musikmetropolen.

Darüber hinaus ist Xin Wang künstlerische Leiterin des internationalen Klavierfestivals Geilenkirchen sowie Juryvorsitzende und künstlerische Leiterin des internationalen Klavierwettbewerbs „Euregio Piano Award“. Außerdem ist Xin Wang als Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben gefragt. (u.a. Campillos Spanien, „Isidor Bajic Piano Memorial Competition“ Novi Saad Serbien, „Neue Sterne“ Wernigerode Deutschland, „Mauro Paolo Monopoli Prize“ Barletta Italien, „Notes in Harmony“ Bettona Italien, „Academy Award“ Rom Italien, Asian Youth International Piano Competition Hongkong, etc..)

Neben dem Konzertieren wird Xin Wang als Pädagogin sehr geschätzt. Sie unterrichtet als Gastdozentin an unterschiedlichen Musikhochschulen und Universitäten in China und gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa und Asien. 

Florian Koltun (Klavier)

Künstlerische Leitung

Der deutsche Pianist und Kulturmanager Florian Koltun schloss sein Klavierstudium an der Musikhochschule Köln bei Prof. Ilja Scheps ab. Weitere musikalische Impulse erhielt er an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Tomislav Baynov. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe in Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden und Luxemburg. Eine rege Konzerttätigkeit führt ihn als Solist und Kammermusiker quer durch Europa und Asien wie u.a. Deutschland, Niederlande, Belgien, Italien, Spanien, Luxemburg, Österreich, China oder Hongkong. Er gastiert regelmäßig in den großen internationalen Konzertsälen u.a. in der Alten Oper Frankfurt, dem Thürmer-Saal Bochum, der Berliner Philharmonie, der Wuhan Concert Hall oder dem Konzerthaus der Provinz Henan / China. Als Gastdozent in zahlreichen Universitäten in China beschäftigt sich Florian Koltun intensiv mit der musikpädagogischen Arbeit und gibt weltweit Meisterkurse. Darüber hinaus arbeitet er als künstlerischer Berater für verschiedene Festspiele, Festivals und internationale Staatsorchester in Deutschland, China und Armenien. Von 2015 bis 2017 unterrichtete Florian Koltun an der Musikhochschule Köln.

Peter Caelen (Klavier)

 Peter Caelen erhielt seine musikalische Ausbildung bei Frans van Beveren, Joop Celis und Willem Brons an den Konservatorien in Maastricht und Amsterdam. Weitere Studien folgten bei Peter Feuchtwanger in London und Thomas Duis in Saarbrücken sowie im Rahmen von internationalen Meisterkursen bei Peter Donohoe, Lazar Berman, Eugen Indjic, Piotr Paleczny und Jan Michiels. Seine rege Konzerttätigkeit führten in durch Europa und Asien. So gastierte er u.a. im Concertgebouw in Amsterdam, im De Doelen in Rotterdam, im Beijing Concert Hall, im Daning Theatre in Shanghai, im Grand Theatre Concert Hall in Qingdao, im Holywell Music Room in Oxford oder in der Royal Conservatory Main Hall in Brüssel. Konzerte im Rahmen von internationalen Musikfestivals und Konzerteihen wie u.a. Concerts de Midi Brüssel, Saarbrücker Kammerkonzerte, Klevischer Klaviersommer, Mendelssohn-Tage, Kamarihelmi Festival, Old Ljubljana Town Festival, Alba Music Festival oder Euro Chamber Music Festival Gdansk wurden von der Presse gelobt. Neben einer solistischer Arbeit widmet Peter Caelen sich auch der Kammermusik und konzertierte in zahlreichen Städten mit musikgrößen wie Simone Lamsma, Esther Yoo, Hans van Kerckhoven, Olsi Leka, Benno Schollum, Carducci String Quartet, Atrium String Quartet sowie mit Musikern führender Orchester wie Belgian National Orchestra, the Royal Concertgebouw Orchestra, Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Peter Caelen ist Preisträger internationaler Musikwettbewerbe wie u.a.  Princess Christina Competition in Den Bosch,  International Johannes Brahms Competition in Pörtschach und  World Music Competition Ibla Grand Prize. Rundfunkaufnahmen bei Radio 4, Musiq'3, KLARA and SWR dokumentieren sein musikalisches Schaffen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit gibt er internationale Meisterkurse in Großbritanien, Finnland, Belgien und den Niederlanden und ist künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Excellent Concerts“ in Maastricht. 



Matteo Cardelli (Klavier)

Matteo Cardelli erlangte im Jahre 2010 seine Abschlüsse in den Fächern Klavier und Kammermusik am Konservatorium Girolamo Frescobaldi in Ferrara. Zusätzlich absolvierte er Meisterkurse bei international renommierten Pianisten wie Paul Badura-Skoda, Andrej Gavrilov, Sir Andras Schiff, Boris Petroshansky, Pasquale Iannone, Benedetto Lupo, Ilana Vered, Gabor Takacs, Ferenc Rados, Mauro Minguzzi und Konstantin Bogino. Darüber hinaus legte Matteo Cardelli vor kurzem an der Musikakademie Basel unter Filippo Gamba und Anton Kernjak zwei weitere Master-Abschlüsse ab. Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn an namhafte Veranstaltungsorte in Europa (Italien, Schweiz), Nordamerika (New York) und Asien (Hong Kong) als Solist und als Mitglied verschiedener Kammermusik-Ensembles. Er spielte mit Solisten des Mahler Chamber Orchestras, dem Orchestra del Teatro Olimpico von Vicenza unter der Leitung von Longquich u.v.a. Matteo Cardelli ist Gewinner mehrerer nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe, u. a. Euregio Piano Award International Competition, dem Antonio Casagrande International Piano Competition, Ferruccio Busoni International Piano Competition und dem Concours International du Piano Antoine de Saint-Exupery. 

Dominic Chamot (Klavier)

Dominic Chamot zählt zu den neuen muikalischen Sternen der internationalen Klavierszene und gewann 2019 den 1. Preis des Euregio Piano Awards 2019 in Geilenkirchen. Er wurde 1995 in Köln geboren. Nachdem er bereits zwei Jahre Geige gespielt hatte, begann er im Alter von sieben Jahren autodidaktisch das Klavierspiel zu erlernen, bis er mit neun Jahren seinen ersten Unterricht von Ruriko Goto-Lutz erhielt. Nach drei Unterrichtsjahren wurde er in das Pre-College Cologne aufgenommen und studierte dort sieben Jahre lang bei Prof. Sheila Arnold. Seit 2014 lebt er nun in Basel und studiert bei Claudio Martínez-Mehner. 2017 schloss er seinen Bachelor mit Höchstnote ab und studiert nun im Solisten-Masterstudiengang weiter. Dominic Chamot konnte sich bei diversen nationalen sowie internationalen Wettbewerben in Europa behaupten und erhielt so in den letzten Jahren 17 Preise bzw. Sonderpreise. Dies und regelmässige Teilnahme an Meisterkursen bei renommierten Pianisten (darunter Ferenc Rados, Matti Raekallio, Dmitri Bashkirov u. a.) führt zu einer regen Konzerttätigkeit als Kammermusiker und Solist. So trat er bei verschiedenen Festivals auf (Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schwetzinger Mozartfest) und spielte mit Orchestern wie dem WDR-Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester Basel und dem RSO Wien. 

Zlata Chochieva (Klavier)

Trio Élégiaque

Die russische Pianistin Zlata Chochieva wurde 1985 in Moskau geboren und stand mit fünf Jahren erstmalig auf der Konzertbühne. Das Gramophone-Magazin bezeichnete sie als »Besitzerin einer vielseitigen Performance- Technik, die jeden Taktschlag mit ihrem inneren Licht erfüllt«. Zlata Chochieva tritt regelmäßig in den berühmtesten Konzertsälen der Welt und mit namenhaften Orchestern auf, u.a. dem Russischen Nationalorchester, den Moskauer Philharmonikern, dem Copenhagen Philharmonic Orchestra, dem Nizza oder dem Münchener Kammerorchester. Sie ist Preisträgerin 14 int. Wettbewerbe. Ihre CD- Einspielung aller »Bild-Etüden« von Rachmaninow wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Nicolas Dautricourt (Violine)

Trio Élégiaque

Nicolas Dautricourt studierte bei Philip Hirschhorn, Miriam Fried und Jean-Jacques Kantorow und ist Preisträger zahlreicher int. Wettbewerbe. Des Weiteren wurde er mit dem »Prix Georges Enesco« der Sacem ausgezeichnet. Er konzertiert in den wichtigsten int. Konzertstätten u. a. dem Kennedy Center, Wigmore Hall und Tschaikowsky Hall, sowie bei Klassischen- und Jazzfestivals wie Lockenhaus, Ravinia, Davos und »Jazz à Vienne« und dem »European Jazz Festival«. Dautricourt arbeitete mit Dirigenten wie u. a. Leonard Slatkin, Paavo Järvi, Dennis Russell Davies und François-Xavier Roth, sowie mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, Orchestre National de France und Orquesta Sinfónica Nacional. Er spielt die »Château Fombrauge« von Antonio Stradivari (Cremona 1713), eine Leihgabe von Bernard Magrez.

Oliver Drechsel (Klavier)

Trio Köln Weimar

 Oliver Drechsel, Konzertpianist und Lehrbeauftragter für Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ist einer der vielfältigsten Musiker seiner Generation. Neben solistischer wie kammermusikalischer Konzerttätigkeit im In- und Ausland ist er auch mit CD-Produktionen, als Verfasser musikalischer Schriften, Herausgeber wissenschaftlicher Noteneditionen sowie als Komponist erfolgreich. Ausgezeichnet als „Best of NRW“-Pianist, gibt Oliver Drechsel Soloabende, widmet sich aber noch intensiver der Kammermusik: So konzertiert er regelmäßig mit Dagmar Spengler (Solocellistin Staatskapelle Weimar) im Duo bzw. zusätzlich mit Gernot Süßmuth (Konzertmeister Staatskapelle Weimar) als Klaviertrio Köln-Weimar, mit Christoph Lahme (Harmonium) als Liaison extraordinaire, mit Andreas Herkenrath (Solofagottist Klassische Philharmonie Bonn) oder Berthold Große (Solofagottist Königliche Oper Stockholm) und Philipp Hoferichter (Tenor, Oper Köln). Für einen Pianisten seines Jahrgangs hat Oliver Drechsel bereits eine erstaunliche Anzahl bemerkenswerter CD-Veröffentlichungen vorgelegt, die neben dem großen Anklang in der Fachpresse auch mit Preisen ausgezeichnet wurden. Die Bandbreite seiner Einspielungen, die größtenteils Welterstaufnahmen sind, reicht dabei von klassischer und romantischer Klaviermusik bis hin zum 1918 geborenen Komponisten Jürg Baur, mit dessen Gesamtwerk für Klavier Oliver Drechsel 1998 sein CD-Debut gab und den Förderpreis des Rheinischen Kulturpreises erhielt. Ein Schwerpunkt ist seit einigen Jahren die Wiedergabe von Klaviermusik des 18. und 19. Jahrhunderts auf historischen Originalinstrumenten der Sammlung Dohr. So entsteht eine siebenteilige Gesamtaufnahme des Klavierwerks von Friedrich Kiel auf einem oberschlägigen Hammerflügel von Theodor Stöcker, wie ihn Kiel selbst besaß. Für die Einspielung von Vol.1 des Klavierwerks von Johann Christian Heinrich Rinck erhielt Oliver Drechsel den Stern des Monats 6/2003 der Zeitschrift FonoForum, außerdem waren diese CD sowie Vol.2 Teil des Sonderpreises des Deutschen Musikeditions-Preises 2004. Als weitere Komponisten sind hier Johann Wilhelm Wilms, Christian Gottlob Neefe und Ferdinand Hiller zu nennen. Seine musikalische Ausbildung mit frühen Wettbewerbserfolgen erhielt Oliver Drechsel bis zur Hochschulreife von seiner Mutter, der Konzertpianistin Ruth Drechsel-Püster, anschließend studierte er Klavier an der Hochschule für Musik Köln bei Roswitha Gediga-Glombitza und in der Meisterklasse von Pavel Gililov bis zum Konzertexamen (über das der zuständige Dekan Klaus Oldemeyer schrieb: „Das Konzertexamen des Pianisten Oliver Drechsel hat sich mir unauslöschlich eingeprägt: gehörte es doch nach meiner Einschätzung zu den künstlerisch eigenständigsten, niveauvollsten und überzeugendsten Veranstaltungen dieser Art an unserer Hochschule überhaupt“) und nahm an Meisterkursen, unter anderem bei Peter Feuchtwanger, Karl-Heinz Kämmerling und dem Alban-Berg-Quartett teil.

Marion Eckstein (Alt)

Marion Eckstein wurde in Bernkastel-Kues geboren und wuchs auf einem Weingut an der Mosel auf. In Stuttgart absolvierte sie das Studium der Germanistik und Schulmusik, bevor sie sich ganz dem Gesang zuwandte. Ihr Gesangsstudium in den Gesangsklassen von Professor Julia Hamari und Professor Dunja Vejzovic schloß sie mit Auszeichnung ab und erhielt ein Stipendium des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes.

Als Konzertsängerin machte sich die Altistin rasch einen Namen auf den großen europäischen Musikpodien und Festspielen in Berlin, Hamburg, Wien, Amsterdam, München, Stuttgart und Zürich. Renommierte Dirigenten wie Christian Arming, Ivor Bolton, Rafael Frühbeck de Burgos, Enoch zu Guttenberg, Florian Helgath, René Jacobs, Konrad Junghänel, Gustav Kuhn, Helmuth Rilling, Jukka-Pekka Saraste, Christoph Spering und Yutaka Sado versicherterten sich ihrer Ausdruckstiefe und stilistischen Vielseitigkeit. Diese reicht von frühbarocker Literatur über die großen Oratorien J. S. Bachs und G. Händels bis hin zum romantischen Repertoire.  So feierte sie große Erfolge in Brahms` Alt-Rhapsodie in der Münchner Philharmonie, mit den Kindertotenliedern von Gustav Mahler im Berliner Konzerthaus, mit Beethovens 9. Sinfonie in Japan und China und mit Verdis Requiem. Auch seltener gespielte Werke wie Elgars „Dream of Gerontius“ gehören zu ihrem Repertoire. Darüber hinaus wirkt sie regelmäßig bei Uraufführungen zeitgenössischer Musik mit. Partner sind dabei beispielsweise das European Chamber Orchestra, das Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, die Orchester des Gewandhauses und der Züricher Tonhalle, sowie die Rundfunkorchester des WDR und SR. 

Eine langjährige intensive Zusammenarbeit verbindet Marion Eckstein mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock. Unter dessen Leitung sang sie beispielsweise in Bachs h-moll-Messe beim Bachfest Leipzig, in der Zürcher Tonhalle in Mendelssohns "Walpurgisnacht“ und den Altpart im Elias im Gewandhaus Leipzig. Eine szenische Realisation von Purcells "Dido and Aeneas“  unter seiner Leitung führte Marion Eckstein zu den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musikfestival und nach Hamburg.

Zunehmend erscheint Marion Eckstein auch auf der Opernbühne. Ebenfalls unter Thomas Hengelbrocks Leitung sang sie im Teatro Real Madrid die Stimme von oben und ein Blumenmädchen in der vielbeachteten historisch informierten Aufführung von Wagners Parsifal; in Aachen trat sie in der vergangenen Spielzeit in G. Puccinis „Suor Angelica“ auf und im Sommer bei den Tiroler Festspielen Erl in Wagners Ring.

In der Saison 2018/19 verkörpert sie die Bradamante in Händels Alcina unter der Leitung von Konrad Junghänel am Staatstheater Wiesbaden sowie Storgè in Händels Jephtha bei der Trigonale 2019. Ecksteins vielseitiges Repertoire dokumentieren neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen auch ihre CD-Einspielungen. Darunter seien Telemanns „Messias“, Händels „Messias“, Mozarts „Requiem“, Weihnachtskantaten von Charpentier erwähnt; die CD "Lotti-Zelenka-Bach" des Labels harmonia mundi wurde mit dem begehrten Gramophone Award in der Kategorie “Baroque-vocal” ausgezeichnet. Weiterhin hervorzuheben ist im romantischen Repertoire die Aufnahme mit dem Linos-Ensemble von Gustav Mahlers "Kindertotenliedern" für das Label Capriccio. Zuletzt sang Marion Eckstein während einer China-Tournee mit dem WDR-Sinfonieorchester Beethovens 9. Sinfonie unter Jukka-Pekka Saraste, Mozarts Requiem während einer Europa-Tournee unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, sowie bei der vielbeachteten Produktion „Art Songs“ mit dem Alonzo King Lines Ballet im Festspielhaus Baden-Baden. Zu den zukünftigen Engagements zählen eine Tournee mit dem Ensemble Neobarock, César Francks "Les Beatitude" in der Elbphilharmonie und Michael Tippetts "Child of our time" mit dem Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Michail Jurowski.

Seit dem Wintersemester 2019/20 ist Marion Eckstein Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Florian Feilmair (Klavier)

„Feingefühl und Nuancenreichtum“, „perlende Leichtigkeit und Souveränität“ sind nur einige der Attribute, die Kritiker dem jungen Pianisten Florian Feilmair zuschreiben. Geboren 1989, konzertierte er als Solist mit namhaften Orchestern wie dem Louisiana Philharmonic Orchestra, den Münchner Symphonikern, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Brucknerorchester Linz, dem Wiener Kammerorchester, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und der Philharmonie Salzburg und arbeitete mit Dirigenten wie Anu Tali, Philipp Entremont, Carlos Miguel Prieto, Ingo Ingensand, Elisabeth Fuchs, John Kevin Edusei, Julian Kovatchev, Tobias Wögerer, Christian Fitzner und Oksana Madarash zusammen. 2016 gab er sein Asien-Debut mit dem Daegu Symphony Orchestra in Südkorea, das zu weiteren Einladungen nach Korea 2017 führte. Mit dem Dirigenten Tobias Wögerer gründete Florian Feilmair 2013 das Symphonische Kammerorchester OÖ, das aus jungen, am Sprung zum Profimusiker stehenden Mitgliedern besteht. Neben seinen solistischen Aktivitäten ist er als Kammermusiker tätig, vorzugsweise als Duopartner seines Bruders, des Klarinettisten Benjamin Feilmair, mit dem er, nach der eigenen Debut-CD, bereits drei gemeinsame CDs beim Label paladino music herausbrachte. 2020 erscheint eine Einspielung ausgewählter Variationen und der Sonate op. 111 von Ludwig van Beethoven bei Hänssler Classic.

Nikolai Kuznetsov (Klavier)

Nikolai Kuznetsov erhielt seine musikalische Ausbildung am Moscow Gnesin Music College bei Tatiana Shklovskaya sowie später am renommierten Moscow State Tchaikovsky Conservatory bei Prof. Sergei Dorensky. Schon früh erhielt er wegen seines Talentes Stipendien hochkarätiger Stiftungen wie u.a. von der Charity Foundation of Vladimir Spivakov oder von der Yury Rozum and Culture Development Fund “Homecoming”. Er ist mehrfacher Preisträger zahlreicher internationaler Musikwettbewerbe, wie u.a. The 5th Balakirev International Piano Competition (Russland), 7th Panama International Piano Competition (Panama-City), 23th Ricardo Vines International Piano Competition (Spanien), International Piano Competition "Wandering Music Stars" (Israel). Seine Konzerttätigkeit führten ihn quer durch Europa, Asien und Amerika. So gastierte er als Solist oder Kammermusiker in Russland, Ukraine, Polen, Ungarn, Deutschland, Finnland, Schweden, Slowenien, Italien und Kolumbien. 

Olsi Leka (Violoncello)

 Olsi Leka ist einer der gefragten Cellisten der internationalen Musikszene. Der albanische Meistercellist war schon im Alter von 24 Jahren Solocellist des National Orchestra of Belgium, wo er Musikpersönlichkeiten wie Valery Gergiev, Walter Weller, Hugh Wolf, Pinchas Zukerman, Vadim Repin, Misha Maisky oder Hélène Grimaud auftrat. Seine musikalische Ausbildung erhielt Olsi Leka am Koninklijk Conservatorium in Brüssel. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Musikwettbewerbe, wie u.a. Young Virtuosi Competition,  Lyons Club Interpretation Competition in Belgien und dem International Music Competition in Zypern. Er trat bei zahlreichen internationalen Musikfestivals wie u.a. beim “Schiermonnikoog Festival” oder bei den “Excellent Concerts” in den Niederlanden, beim “Different trains Festival” in Albanien oder beim “Gjövig Musicfest” in Norwegen. Gerade als Kammermusikduo geht er eine rege Konzerttätigkeit nach und spielte mit Daniel Blumenthal, Alexandar Madzar, François-René Duchable, Adam Laloum, Liebrecht Vanbeckevoort, Desar Sulejmani und Peter Caelen in Europa, Asien und Amerika. Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich der pädagogischen Arbeit und wurde 2007 als Professor an das Koninklijk Conservatorium in Antwerpen berufen. In 2015 folgte eine Professur am Koninklijk Conservatorium in Brüssel. Desweiteren gibt er regelmäßige Misterkurse in Belgien, Spanien, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, Italien und Frankreich. Olsi Leka spielt auf einem Violoncello des Geigenbauers Raffaele Gagliano, welches eine Leihgabe der Eric Feldbusch Foundation ist und 1965 persönlich von der belgischen Königin Elisabeth an Eric Feldbusch verliehen worden ist. 

Gianluca Luisi (Klavier)

Der italienische Starpianist Gianluca Luisi gastierte in renommierten Konzertsälen wie z. B. im Auditorium di Milano, dem Purcell Room der Royal Albert Hall in London, der Carnegie Hall in New York und dem Baumann Auditorium in Portland. Außerdem war er beim Schleswig-Holstein- Musik Festival, dem Bachfest Leipzig, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, den Musikfestspielen Saar und bei den Serate Musicali in Mailand zu Gast. Konzerte wurden von Deutschland Radio Kultur (Berlin), Cleveland Radio (USA), Bayerischer Rundfunk (München) und Saarländischer Rundfunk (Deutschland) aufgenommen. Er konzertierte als Solist mit internationalen Orchestern wie dem Frankfurt Philharmonic Orchestra, dem San Carlo Orchestra von Neapel, dem Shanghai Philharmonic Orchestra, dem Deutsch Kammer Orchestra oder dem Dubrovnik Symphony Orchestra, unter der Leitung von Alun Francis, Thomas Sanderling, Michel Brousseau, David Crescenzi, Andrea Battistoni, Enrico Belli, Mirca Rosciani und Peter Eotvos. 

Quang Hong Luu (Klavier)

Der vietnamesische Pianist Quang Hong Luu erhielt seine musikalische Ausbildung an der Vietnam National Academy of Music bei Professor Dr Tran Thu Ha sowie an der University of Montréal bei Professor Dang Thai Son. Er konzertierte mit zahlreichen internationalen Staatsorchestern wie u.a. Hanoi Philharmonic Orchestra, Vietnam National Symphony Orchestra, Queensland Symphony Orchestra, Queensland Youth Symphony Orchestra, KOZY Symphony Orchestra Metropolitan Orchestra Sydney und Wuhan Philharmonic Orchestra.

Shotaro Nishimura (Klavier)

Shotaro Nishimura wurde 1992 in Akita / Japan geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von 7 Jahren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Tokyo University of the Arts sowie in Rahmen von weiteren Studien und Meisterkursen in Europa bei Eva Poblocka, Andrey Pisarev und Micher Beroff. Zurzeit studiert er an der in Imola Piano Academy in Italien bei Prof. Leonid Margarius. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe wie u.a. 7th Euregio Piano Award International Piano Competition Geilenkirchen, Jean Francaix International Piano Competition in Frankreich, 38th Delia Steinberg International Piano Competition in Spanien und Arcangelo Speranza International Piano Competition in Italien. Er geht eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland nach und tritt regelmäßig mit führenden internationalen Staatsorchester auf wie u.a. mit dem Morocco Philharmonic Orchestra, mit dem Malaga Provincial Symphonic Orchestra, mit dem Tokyo Symphony Orchestra und der russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg. 

Per Nyström (Violoncello)

Trio Élégiaque

Per Nyström studierte sowohl am Royal College of Music in Stockholm, als auch in Göteburg und London bei Guido Vecchi, Ola Karlsson, Totlief Thedéen und William Pleeth. Nyström ist als Solocellist der Camerata Nordica und weiteren nordischen Kammer- und Sinfonieorchestern tätig und häufig als Gast bei int. Kammermusikfestivals eingeladen. Weiterhin ist er auch Mitbegründer des preisgekrönten Yggdrasil Quartetts, das von 1990-2001 zu Schwedens int. erfolgreichsten Streichquartetten gehörte. Gleichzeitig ist Nyström Mitbegründer und künstlerischer Berater von »Aurora Chamber Music«, einer der weltweit größten Plattformen für klassische Festivals und Meisterkurse. 2013 wurde er vom schwedischen König mit der Medaille »Litteris et Artibus« für seine Leistungen als Cellist ausgezeichnet. Nyström spielt auf einer Giuseppe Antonio Gagliano of Naples von 1796, auf der er kürzlich begann, alle Bach-Suiten für Solocello aufzunehmen.

Andrej Osokins (Klavier)

Als einer der begehrtesten Pianisten seiner Generation wird der lettische Pianist Andrejs Osokins von der internationalen Fachpresse gefeiert. „Sein Spiel sei mit besonderer Empfindsamkeit und Intimität vom Feinsten“ (Berliner Morgenpost) und „lässt Musik von Kopf bis Fuß elektrisieren“ (Tagesspiegel). Bei den bekanntesten Klavierwettbewerben weltweit als Laureat ausgezeichnet – darunter die Wettbewerbe von Leeds, Rubinstein, Long-Thibaud und Queen Elisabeth, ebenso wie der Internationale Deutsche Pianistenpreis – ist der in London wohnhafte Musiker Andrejs Osokins einer der begehrtesten lettischen Pianisten. Er wurde von Kritikern als einwandfrei stilvoll beschrieben und sowohl für seinen ausgeprägten Intellekt und sein Charisma gelobt als auch für seine breite expressive Klangpalette. Darüber hinaus überzeugt Andrejs Osokins in vielen verschiedenen Musikstilen. Gastspiele mit vielen renommierten Orchestern wie u.a. Orchestre National de Belgique, Orchestre Philharmonique de Radio France, Staatskapelle Halle, London Philharmonic Orchestra, Lettischen National Symphony Orchestra oder Kremerata Baltica mit führenenden Dirigentengrößen wie u.a. Sir Mark Elder, Darrell Ang, James Judd, Yuri Simonov und Normunds Šnē führen ihn regelmäßig auf die großen Bühnen der Welt. Darüber hinaus konzertiert er als Solist und Kammermusiker regelmäßig in der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, in der Alten Oper Frankfurt, im Münchener Gasteig, in der Wigmore Hall London, in der Birmingham Symphony Hall, im Théâtre Royal de La Monnaie Brüssel, in der Great Guild Hall Riga und in der Rachmaninow Hall Moskau. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Lettischen Musikakademie in Riga sowie an der Royal Academy of Music. Zu den Pianisten, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Paul Badura-Skoda, Michail Voskressensky, Christopher Elton, Arie Vardi und Boris Berman.

Anno Schreier (Komponist)

"Anno Schreier hat das theatralische Gespür eines Richard Strauss, die Musik des Mittdreißigers ist von einer enormen Suggestivkraft, einer verführerischen Sinnlichkeit und fantastischen Vielfalt."
Stefan Ender, Der Standard, 15. September 2016
 
Der 1979 in Aachen geborene Anno Schreier hat sich vor allem als Opernkomponist einen Namen gemacht. Nach ersten Arbeiten für Opernhäuser in Mainz und Würzburg wurde 2011 die Oper "Die Stadt der Blinden" nach José Saramago am Opernhaus Zürich uraufgeführt. 2012 folgte die Kammeroper "Mörder Kaspar Brand" an der Deutschen Oper am Rhein, 2013 der Songzyklus "Wunderland" am Mainfranken Theater Würzburg und die Märchenoper "Prinzessin im Eis" am Theater Aachen. Die Uraufführung von "Hamlet" zur Spielzeiteröffnung 2016/17 am Theater an der Wien in der Inszenierung von Christof Loy wurde von Publikum und Presse gefeiert und in der Kategorie "Welturaufführung" bei den International Opera Awards nominiert.
Im Februar 2019 wurde Anno Schreiers Oper "Schade, dass sie eine Hure war" in der Inszenierung von David Hermann an der Deutschen Oper am Rhein uraufgeführt. Im Dezember 2019 kommt seine Familienoper "Der Zauberer von Oz" am Theater Aachen heraus.
 
Anno Schreier arbeitete mit namhaften Orchestern und Ensembles wie Orchestre National de Belgique, Brussels Philharmonic, Sinfonieorchester Aachen, RSO Wien, Ensemble Modern, Armida Quartett. In der Saison 2009/10 war er "Komponist für Heidelberg", 2015 wurde sein Cellokonzert "On A Long Strand" von Julian Steckel und der Badischen Staatskapelle uraufgeführt.
 
Anno Schreier erhielt früh Unterricht in Klavier, Violine, Orgel und Musiktheorie. Von 1999 bis 2005 studierte er Komposition bei Manfred Trojahn an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, ergänzt durch einen Studienaufenthalt am Royal College of Music in London. Von 2005 bis 2007 war Anno Schreier Meisterschüler von Hans-Jürgen von Bose an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seit 2008 unterrichtet er Musiktheorie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Anno Schreier erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, so z.B. von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Bank Stiftung, der Landeshauptstadt München, der Akademie der Künste in Berlin, der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Im Jahre 2010 war Anno Schreier Stipendiat der Deutschen Akademie Rom in der Villa Massimo, 2012 erhielt er den Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 2016 wurde er in die "Junge Akademie" der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz aufgenommen. Im März 2017 wurde Anno Schreier mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie "Musiktheater" ausgezeichnet.

Dagmar Spengler (Violoncello)

Trio Köln Weimar

 Dagmar Spengler, Solocellistin der Staatskapelle Weimar, erhielt ihren ersten Cellounterricht an der Musikschule Marl bei Zoltan Thirring und Klaus Baumeister. Sie studierte bei Prof. Claus Kanngiesser an der Hochschule für Musik Köln und folgte nach ihrer Künstlerischen Reifeprüfung 1998, die sie "mit Auszeichnung" bestand, der Einladung von Bernard Greenhouse in die USA. Im gleichen Jahr wurde sie Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs Bonn mit dem Rebecca-Clarke-Trio (Klaviertrio). 2001 schloss sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Köln mit dem Konzertexamen ab. Zahlreiche internationale Meisterkurse u.a. bei David Geringas, Bernard Greenhouse, Lluis Claret und dem Alban Berg Quartett erweiterten ihre musikalische Ausbildung. Dagmar Spengler war Solocellistin in mehreren Jugendorchestern (u.a. im Jugendsinfonieorchester NRW), spielte als Solocellistin im Folkwang Kammerorchester Essen und war von August 2001 bis August 2003 Cellistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden (Semperoper). Seit Oktober 2004 unterrichtete sie wiederholt an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und am Musikgymnasium Schloss Belvedere. 2006 war sie Dozentin bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart in Krakau unter der Leitung von Helmuth Rilling und musizierte im Bachkollegium Stuttgart. Sie widmet sich zudem intensiv der Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen, u.a. in ihrem Sextett „Vivace!“ und im Duo mit dem Pianisten Oliver Drechsel. Dagmar Spengler spielt ein Cello von Giuseppe Pedrazzini aus dem Jahr 1922.

Gernoth Süßmuth (Violine)

Trio Köln Weimar

Gernot Süßmuth begann seinen musikalischen Werdegang früh. Im Alter von 9 Jahren trat er das erste Mal als Solist vor ein Orchester. Es folgten Preise bei Kinder-und Jugendwettbewerben. Mit 16 Jahren wurde er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin immatrikuliert. Sein Violin-Studium bei Prof. Heinz Schunk beendete er 1984 mit dem Solisten-Diplom. Nach dem Studium engagierte ihn das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin als Konzertmeister. Von 2000-2002 war er Konzertmeister der Staatskapelle Berlin, und seit  August 2002 ist er als erster Konzertmeister der Staatskapelle Weimar tätig. Gernot Süßmuth ist ein gefragter Partner in der Kammermusik. Von 1983 bis März 2000 widmete er den größten Teil seiner Zeit dem Streichquartettspiel im Petersen-Quartett, mit dem er auf den großen Konzertpodien der Welt musizierte, zahlreiche CDs produzierte, von denen einige prämiert wurden. Zur Jahrtausendwende gründete er gemeinsam mit seinem ehemaligen Quartettkollegen Hans-Jakob Eschenburg das Aperto Piano Quartett. Neben seiner Quartettarbeit tritt er regelmäßig als Solist auf und musiziert gemeinsam mit anderen renommierten Kammermusikpartnern, u.A. Steven Bishop, Paul Meyer sowie Norbert Brainin und Martin Lovett - im November 2001 mit Daniel Barenboim zu den Furtwängler-Tagen in Jena. Gernot Süßmuth ist künstlerischer Direktor des European Union Chamber Orchestra, Konzertreisen führten ihn als Leiter und Solist dieses Ensembles durch Deutschland, in verschiedenen Länder Mittel- und Südamerikas sowie England. Seit mehreren Jahren widmet er sich der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses an den Musikhochschulen in Berlin und Weimar, 2004 folgte er dem Ruf als Honorar-Professor an die Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar. Im Jahr 2008 gründete Gernot Süßmuth gemeinsam mit seinen Freunden Mirijam Contzen, Ulrich Eichenauer und Peter Hörr das Waldstein Quartett.

Alexey Sychev (Klavier)

Alexey Sychev ist Preisträger einer Vielzahl internationaler Klavierwettbewerbe auf vier Kontinenten. Im Jahr 2015 gewann er den 1. Preis, den Publikumspreis und den Spezialpreis für die beste Interpretation der h-Moll-Sonate von Franz Liszt beim 8. Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth. 2014 erspielte der russische Pianist sich den 1. Preis beim 41st International Musical Competition Dr. Luis Sigall in Chile. 2012 waren es sogar vier 1. Preise: Beim World Online Piano Competition (USA), International Piano Competition Massarosa (Italien), International Piano Competition of Princess Lalla Meryem (Marokko) sowie beim International Piano Competition Ennio Porrino (Italien). Zuletzt nahm Alexey Sychev 2018 den 3. Preis beim Dublin International Piano Competition aus den Händen des irischen Präsidenten entgegen. Sychev spielte Solo-Rezitals in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Portugal, Israel, Marokko, Moldawien, Russland, Brasilien, Chile, Japan und den USA. Er ist mit Orchestern in ganz Europa und den USA aufgetreten, unter ihnen das Netherlands Symphony Orchestra, St. Petersburg State Symphony Orchestra, Lithuanian National Symphony Orchestra, Chilean National Symphony Orchestra und das Gulbenkian Symphony Orchestra. Nach seinem Abschluss am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau setzte Alexey Sychev seine Studien an der Universität Mozarteum in Salzburg fort.

Tilmann Unger (Tenor)

Der in Villingen geborene Tenor Tilmann Unger studierte in Freiburg und Würzburg, wo er seine Karriere im Ensemble des Theater Würzburg begann und u.a. als Lenski, Pelleas, Narraboth und Barinkay (Der Zigeunerbaron) zu hören war. Es folgten Festengagements am Theater Augsburg sowie am Gärtnerplatz Theater München, wo er sein Repertoire u.a. um Max (Der Freischütz), Hans (Die verkaufte Braut), Prinz (Die Liebe zu den drei Orangen) und Albert Gregor (Die Sache Makropoulos) erweiterte.
Im Jahr 2007 wurde der Tenor mit dem Kunstförderpreis des Freistaats Bayern ausgezeichnet.
Seitdem ist der Tenor freischaffend tätig und gastierte u.a. als Parsifal, Erik, Max, Stewa (Jenufa), Hans, Morozov (Aus einem Totenhaus), Grigori (Boris Godunov), als Siegmund (Die Walküre), Loge (Das Rheingold), Siegfried im Ring an einem Abend, Tambourmajor (Wozzeck), Tassilo (Gräfin Mariza) und Eisenstein an der Staatsoper Hannover, der Oper Graz, den Landestheatern Innsbruck und Linz, der Volksoper Wien, den Staatstheatern Nürnberg, Wiesbaden und Mainz sowie u.a. in Münster, Wuppertal, Weimar und Lübeck. Als Konzertsänger ist er seit vielen Jahren tätig, u.a. in Beethovens 9. Sinfonie bei den Tiroler Beethoventagen, im Berliner, Hamburger und Wiener Konzerthaus, der Philharmonie am Gasteig München und in Nürnberg.

Marcin Wieczorek (Klavier)

Der polnische Pianist und Newcomer Marcin Wieczorek begann das Klavierspiel im Alter von 7. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Oskar Kolberg School of music in Radom bei Paweł Filipiak sowie später bei Michał Drewnowski. Seit 2015 sudiert er bei Ewa Pobłocka, Paweł Wakarecy und Stefan Wojtas an der Academy of Music in Bydgoszcz. Weitere musikalische Impule erhielt er in Rahmen von internationalen Meisterkursen bei Dina Yoffe, Kevin Kenner, Eugen Indjić, Dimitrii Alexeev, Janusz Olejniczak, Tobias Koch, Wojciech Świtała und Józef Stompel, Er ist mehrfacher Gewinner zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, wie u.a. Emma Altberg National Piano Competition in Łódź, Bach National Piano Competition in Warsaw, International Piano Competition in Sanremo, International Chopin Piano Competition in Rzeszow, Euregio Piano Award in Geilenkirchen sowie beim International Piano Compeititon in Osimo. Als Solist trat er mit zahlreichen Staatsorchester in Europa auf wie u.a. Polish National Radio Symphony Orchestra, National Philharmonic, Pomeranian Philharmonic und Łódź Philharmonic Orchestra. Seine Gastspiele im Rahmen von Musikfestivals, wie u.a. Chopin Festival in Geneva, Karlovac Piano Festival, Lutosławski Festival in Radom, Chopin Festival in Augustów und Chopin Festival in Busko Zdrój wurden von der Fachpresse gefeiert. 

Valda Wilson (Sopran)

Valda Wilson stammt gebürtig aus Sydney und hat sich dort zu einer der gefragtesten Sopranistinnen in ihrem Heimatland entwickelt und diesen Ruf rasch auf Europa ausgeweitet. Mit ihren Rollendebüts am Saarländischen Staatstheater u. a. als Violetta (La Traviata), Feldmarschallin (Der Rosenkavalier) und Marguerite (Faust) sang Valda  sich schnell in die Herzen des saarländischen Publikums.
Ihr umfangreiches Opern- und Konzertrepertoire reicht von Bach und Händel, über große romantische Partien bis hin zu zeitgenössischer Musik und Jazz. Die musikalische Vielfalt blieb in der internationalen Orchesterszene nicht lange unentdeckt, es folgten Engagements an renommierten Opern- und Konzerthäusern wie der Dresdner Semperoper, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Orchestre des Champs-Elysées , dem Royal Flemish Philharmonic Orchestra und vielen Weiteren.